Förderung des Tierschutzes in Schulen

8. August 2019

Um auf einen humanen Umgang mit allen Tieren in den Gemeinschaften hinzuwirken, wird ein Einstellungswandel als eine entscheidende Säule für den Erfolg der Mission von ANAW angesehen. Gestützt auf die Erkenntnisse aus den im Laufe der Zeit gesammelten Forschungsinformationen hat sich ANAW bemüht, ein wertebasiertes Bildungsprogramm zu fördern, das junge Menschen zu mitfühlenden Individuen über das Wohlergehen der Tiere anleitet. Dieser Ansatz führte zur Gründung des Programms „Promoting Animal Welfare in Schools-PAWS“, das über die Tierschutzclubs in Kenia durchgeführt wird.

Die Tierschutzvereine wurden 2013 in Kenia durch eine Partnerschaft zwischen der Society for the Protection of Animals Abroad (SPANA) – UK und Africa Network for Animal Welfare (ANAW) eingeführt. Das Programm wurde seither auf 42 Schulen in 5 Countys, d.h. in den Countys Machakos, Makueni, Kajiado, Nairobi und Kiambu, ausgeweitet. Bisher wurden insgesamt 5850 Kinder mit dem Wissen über Tiere und Tierschutz vertraut gemacht. Es wird erwartet, dass dies zu einem Einstellungswandel in ca. 5850 Haushalten in den verschiedenen Grafschaften führen wird, was letztendlich zu einer humanen Behandlung der Tiere in diesen Gemeinden führen wird.

Das Programm beinhaltet die Rekrutierung von Grundschulen in die Tierschutzclubs, die sich an 50 Kinder der Klassen 4 bis 7 (meist Kinder im Alter von 7 bis 13 Jahren) richten. In diesen Clubs werden den Schülern ein Jahr lang die Grundprinzipien des Tierschutzes vermittelt. Es wird eine informelle Unterrichtsmethode angewandt, die durch Aktivitäten wie Diskussionen, Spiele und Puzzlespiele das kritische Denken, die genaue Beobachtung, das Lösen von Problemen und die Entwicklung von Einfühlungsvermögen fördert. Diese Kinder sind dann in der Lage, aus einer informierten Perspektive selbstständig Entscheidungen über negative Wahrnehmungen und Mythen über Tiere zu treffen.

Hinter PAWS stehen die Grundlagen einer humanen Erziehung. Der Tierschutz ist einer der Bestandteile der humanen Erziehung. Menschliche Erziehung ist eine Form der Bildung, die das Verständnis für die Notwendigkeit von Einfühlungsvermögen, Mitgefühl und Respekt gegenüber Mensch, Tier und Umwelt sowie das Verständnis für die Wechselbeziehung zwischen den dreien fördert. Es ist unmöglich, die drei voneinander zu trennen, daher das Bedürfnis nach Harmonie.

Unbeabsichtigte Grausamkeiten werden oft von einer Generation an die nächste weitergegeben, was eine humane Erziehung in unserer Gesellschaft unerlässlich macht. Ein Kind, das in einem Heim aufwächst, in dem Tiere misshandelt werden, wird in Zukunft wahrscheinlich Tiere krank behandeln, weil es nichts anderes kennt. Die Vermittlung von Tierschutzunterricht in Schulen ist eine der besten Maßnahmen, die wir anbieten können.

Der einjährige Lehrplan, der in Tierschutzclubs verwendet wird, beabsichtigt, den Kindern Grundkenntnisse im Tierschutz zu vermitteln, wie z.B. die fünf Tierschutzbedürfnisse, die allgemein als die fünf Tierfreiheiten bekannt sind.